Bürgerverein spendet Erlös an Malteser Hilfsdienst

Gräfelfing Englische Kirchenmusik aus drei Jahrhunderten prägte das sechste Neujahrskonzert des Bürgervereins in der Aussegnungshalle. Das Collegium Vocale St. Wolfgang, der 1994 gegründete Chor der Pfarrei St. Wolfgang in Haidhausen unter Leitung von Stefan Ludwig, pflegt vorwiegend geistliche Musik aus England und dem Baltikum. An der Orgel saß in diesem Jahr wieder Thomas Rothfuss, der als Kirchenmusiker in St. Stephan in Sendling wirkt.

Im Vordergrund stand allerdings das Collegium Vocale. In 15 Jahren hat Stefan Ludwig hier ein vorzügliches Chor-Ensemble geschaffen, das durch seine Präzision ebenso besticht wie durch seine klangliche Fülle, was naturgemäß der blendenden Akustik der Aussegnungshalle auch dann noch entgegenkommt, wenn für den Vortrag eher dezente Stücke ausgewählt werden. Das galt auch für das erste Orgel-Solo. Erst mit Christopher Tamblings Toccata in F wurde die ganze Klangfülle des Raumes ausmessen, der für die Orgel in geradezu idealer Weise geschaffen ist. Am Ende gab es für Chor und Solisten langen Beifall.

Das Neujahrkonzert des Bürgervereins, das auch in diesem Jahr von Sonja Mayer organisiert wurde (sie führt diese Tradition hoffentlich fort), dient freilich nicht nur den musikalischen Ansprüchen der Zuhörer. Hintergund ist in allen Jahren ein sozialer Zweck. In diesem Jahr wurde um Spenden für die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften gebeten, die jenen helfen, die alt, krank oder behindert sind, sich nicht selbst versorgen können und bei einem Bezug des Malteser Mahlzeitendienstes finanziell überfordert wären. Mayer erinnerte in einem kurzen Grußwort daran, dass “immer mehr Menschen im Herbst ihres Lebens an Altersarmut leiden”. Folge seien Unterernährung und soziale Isolation. Die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften würden den Betroffenen zumindest eine warme Mahlzeit pro Tag sichern.

1180 Euro an Spenden legten die Konzertbesucher bei freiem Eintritt in die Körbe der Sammlerinnen. Sie gehen ebenso wie Überweisungen für den guten Zweck in vollem Umfang an den Malteser-Hilfsdienst. Denn die Honorare für die Künstler stellten bereits im Vorfeld mehrere Gräfelfinger Firmen als Spende bereit.

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