BVGL stellt Antrag auf Verbleib der Bewohner von St. Gisela während der Umbauphasestgisela_alt.jpg

„Geld zu sparen, auf Kosten der Alten und Schwachen, dass ist der Eindruck, den wir haben, wenn wir uns die Entwicklungen im Vorfeld des Neubaus des Altenheims St. Gisela in Gräfelfing anschauen“, sagt Kai Reichert, Gemeinderat des BVGL. Auch Sonja Mayer, Initiatorin der Inititiative Zeit statt Geld, die sich ehrenamtlich um die Betreuung von Bewohnern des Altenheims kümmert ist entsetzt: „Die alten Menschen und ihre Angehörigen sind verunsichert und teilweise verzweifelt, wurde ihnen doch zunächst zugesichert während des Neubaus in St. Gisela bleiben zu können“.

Nun müssen alle Bewohner und Angestellte bis Jahresende das Haus verlassen haben und in anderen Einrichtungen unterkommen. Für viele Betroffene ist dies unvorstellbar. Besuche werden für manche Angehörige kaum mehr möglich sein, wenn deutlich längere Wege anfallen.

Der BVGL fordert deshalb in seinem Antrag dringend das Thema auf die Tagesordnung des Ferienausschusses zu setzen. Ziel ist es, die Umsiedlung der Bewohner von St. Gisela zu stoppen und die ursprünglich geplante und von der Caritas zugesicherte Variante mit dem Verbleib der Bewohner im Hause während der Neubauphase zu gewährleisten. Der Bewilligung von finanziellen Mitteln für den Neubau war im Gemeinderat nur unter dieser Voraussetzung zugestimmt worden. Es muss geprüft werden ob die Vergabe des Zuschusses von Seiten der Gemeinde unter den neuen Voraussetzungen überhaupt tragbar ist. „Der Neubau von St. Gisela ist unbedingt erforderlich, unverständlich bleibt die Frage, warum die Kosten für die ursprüngliche Planung plötzlich viel höher sein sollen?“ fragt Olaf Grohmann, BVGL-Vorsitzender.

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