Die neuerliche Entwicklung um die von der CSU geforderten Verkaufspläne des Altenheimes, über die am Wochenende in der Presse berichtet wurde, sieht der BVGL mit großer Skepsis. „Altenpflege gehört in die Hände der Gemeinde“ sagte Olaf Grohmann, Vorsitzender des BVGL, auf der gestrigen Ausschusssitzung des Bürgervereins, „denn nur so kann mittel- und langfristig der Einfluss der Gemeinde auf ein optimales Betreuungsangebot gesichert werden“.


 Außerdem besteht nach wie vor die Forderung nach einer Verbesserung der finanziellen Transparenz des Trägers, bevor mit ihm überhaupt Verhandlungen begonnen werden. Die Gemeinde sollte sich auf die notwenigen Renovierungen konzentrieren und nicht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an große Investitionen denken. „Wir sollten die Erfahrungen aus den aktuellen Um- und Anbauarbeiten im Altenheim Sankt Gisela für eine spätere Erweiterung des Rudolf- und Maria-Gunst-Hauses nutzen!“ fordert BVGL-Gemeinderat Kai Reichert.

Vor den Wahlen wurden öffentlich vollmundig Tunnelvarianten für die A96 von 50 bis 170 Mio. Euro verkündet, die von der Gemeinde finanziert werden sollten. Die erheblich geringeren finanziellen Mittel für die notwendige Modernisierung des Rudolf- und Maria Gunst-Hauses haben der Gemeinde aber bis jetzt stets gefehlt. „Das ist doch ein Armutszeugnis für eine soziale Gemeindepolitik!”, prangert der BVGL-Ausschuss das mangelnde Realitätsbewusstsein mancher Gemeinderatsfraktionen an.

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