Der Bürgerverein wehrt sich vehement gegen die Pläne der RMGH BRKCSU, das Altenheim Rudolf-Maria-Gunst-Haus an einen Träger zu verkaufen. „Damit werden die jahrelangen Bemühungen zur Verbesserung der Alten- und Pflegeangebote konterkariert”, stellt BVGL-Gemeinderat und Sozialreferent Günter Roll fest.

Der Gemeinderat berät seit längerem über die Sanierung des Rudolf-Maria-Gunst-Hauses und Schaffung zusätzlicher moderner Pflegeplätze mit Einrichtung einer Demenzstation am Rudolf-Maria-Gunst-Haus. Ziel des BVGL ist es, ein Angebot zu schaffen, das die Selbständigkeit und eine gute Lebensführung auch im hohen Alter gewährleistet. Um dieses Anliegen sicherzustellen, muss die Gemeinde einen Einfluss auf die Belegung der Altenheime behalten und Einblick in die Preisgestaltung der Pflegeeinrichtungen haben.

Der Ausbau und die Renovierung muss vorangetrieben werden. „Es geht nicht um die schnellste Variante, sondern um eine optimale Lösung. Das sind wir unseren Bürgern schuldig”, begründet Florian Renner seine Entrüstung. „Klar ist es verlockend aus Sicht der CSU, die Probleme einfach zu „verkaufen”. Doch der Preis ist zu hoch. Die die Gemeinde verliert ihre Einflussmöglichkeiten auf die Optimierung von Betreuungsangeboten für die ältere Generation.” Dafür seien die Gemeinderäte aber eben nicht gewählt worden.

Mit ihrem Antrag wiederholt die CSU ihr Vorgehen, welches vor einigen Jahren auch das Auslagern der Kinderbetreuung anstrebte. Der BVGL konnte erfolgreich verhindern, dass die gemeindlichen Kindergärten an einen externen Träger übertragen werden. Im Nachhinein wurde der Verbleib der Kindergärten in Gemeindehand dann auch von der CSU begrüßt.

Letztlich besteht die Idee des RMGH auf einer Stiftung der Familie Gunst an die Gemeinde. Mit einem Verkauf der Einrichtung wird dieser Idee widersprochen. Zu dem ist mit einem Erbpachtvertrag in keiner Weise sichergestellt, dass das Betreuungsangebot verbessert wird. Im Gegenteil: die Gemeinde gibt Ihren Einfluss aus der Hand.

Als mahnendes Beispiel kann hier St. Gisela herangezogen werden. Trotz externer Trägerschaft ist die Einrichtung auf dem Stand der 60er und 70er Jahre. Gott sei Dank ist hier nun ein Anfang zur Renovierung gemacht.

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