Antrag: St 2063 neu auf Gräfelfinger Flur in voller Länge bauen

Gräfelfing – Der Plan der Gräfelfinger CSU, eine Rumpflösung für die Umgehungsstraße St 2063 neu untersuchen zu lassen, findet im Gemeinderat offenbar wenig Anhänger.

Nach der IGG (wir berichteten) hat nun auch der Bürgerverein Gräfelfing-Lochham (BVGL) eine solche verkürzte Variante kategorisch bgelehnt. In einem Antrag an den Gemeinderat fordert Fraktionsmitglied Kai Reichert, Gräfelfing solle sich weiterhin für ein „verkehrspolitisches Gesamtkonzept“ einsetzen und die Verhandlungen mit Planegg „intensiv weiterführen“. Eine Verzögerung durch Neuplanung sei den Bürgern nicht zuzumuten. Der BVGL, seit Jahren vehementer
Befürworter einer großen Lösung für die St 2063 neu, sieht mit einer Rumpflösung die entlastende Wirkung auf innerörtliche Verkehrswege verpuffen. „Nur wenn die geplante Trasse, wie vom BVGL schon immer gefordert und derzeit geplant, auch eine Ostumfahrung der Heitmeiersiedlung beinhaltet, kann die Pasinger und Würmtalstraße zurückgestuft bzw. zurückgebaut werden“, heißt es zur Begründung des Antrags. Eine Rumpflösung erschließe wohl das neue Gewerbegebiet, bringe jedoch keine Entlastung für die Ortsdurchfahrt und mache „die Chancen auf ein vernünftiges Verkehrskonzept für Gräfelfing und Planegg zunichte“. Sollte Planegg sich an der St 2063 neu nicht beteiligen, soll laut BVGL die Straße auf Gräfelfinger Flur so gebaut werden, dass eine spätere Verlängerung bei Martinsried immer noch möglich bleibt.

ms

Münchner Merkur, DIENSTAG, 18. November 2008

zum Antrag: 2008_11_15_BVGL_Antrag_St2063neu.pdf (67 KB)

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