30-Jähriger ist Fraktionschef des Bürgervereins

Gräfelfing Schnell war Florian Renner schon immer. Deshalb kann es niemand überraschen, dass der 30-jährige Rechtsanwalt mit seinem Nachrücken in den Gräfelfinger Gemeinderat sofort Fraktionschef des Bürgervereins wurde. Er übernahm dort Sitz und Funktion von Till Reichert ein, der nun die Gemeindebau leitet.

Nun sind Führungsfunktionen für Renner absolut nichts Neues. Zwischen dem 16. und dem 24. Lebensjahr wirkte er als Jugendwart in der Pfarrei St. Stefan. Gleichzeitig durchlief er erst die Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gräfelfing, avancierte dann mit 22 Jahren auch dort zum Jugendwart, und behielt dieses Amt, bis er nun zum stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr gewählt wurde. Nach dem Abitur absolvierte er auch noch die Ausbildung zum Rettungssanitäter beim Malteser-Hilfsdienst. Gleichzeitig besuchte Renner wegen dessen naturwissenschaftlichem Zweig (“Ich habe eine Vorliebe für die Mathematik.”) das Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg und schaffte anschließend in der Mindestzeit Jurastudium und Referendariat bis zum zweiten juristischen Staatsexamen. “Man muss nur gut organisieren können”, kommentiert Florian Renner den zeitlichen Kraftakt.

Heute ist Florian Renner als Rechtsanwalt zugelassen, arbeitet aber vorwiegend in einer Unternehmensberatung, wo er zuständig ist für Wertpapiergeschäfte. Weil derlei momentan etwas anrüchig klingt, fügt er vorsichtshalber an: “Ich mache halt alles, was mit Aktienrecht zu tun hat”. Daneben wirkt Renner zuhause noch als Rechtsanwalt, weil er sich “alle Optionen offen halten” möchte.

In die Politik kam Renner durch Wolfgang Summer. Der war viele Jahre gleichzeitig Feuerwehrkommandant und Fraktionschef des Bürgervereins im Gemeinderat und sprach Renner schon 2002 auf eine Kandidatur auf der Liste an. Der wollte damals nur “reinschnuppern in den Bereich” und stand hinten auf der Liste. Diesmal landete erst auf Listenplatz 11 und fand sich nach der Wahl auf einem aussichtsreichen Nachrückerplatz wieder. Seit Ende Oktober sitzt er nun im Gemeinderat.

Martin A. Klaus

(SZ vom 7.11.2008)

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